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Anfänge

Anita Bartl stellt ihr Buch am Samstag um 19.30 Uhr in der Ofteringer Klosterschür vor

 

Wutöschingen (rb) Ganz neue Wege geht die bekannte Liedermacherin und Sängerin Anita Bartl. Am kommenden Samstag wird sie in der Klosterschür Ofteringen ihr erstes Buch vorstellen. "Shalima", so der Buchtitel, ist ein Märchen für Kinder, aber noch viel mehr für Erwachsene. "Eine Erzählung, für Menschen die ihre Hoffnung noch blinken sehen", sagt Anita Bartel über das druckfrische Buch, das sie selbst vortragen wird. Zu dem Buch, in dem verschiedene Figuren und Charaktere auftauchen, hat Anita Bartl jeweils ein Lied geschrieben, die auch sie mit Gitarrenbegleitung vortragen wird.

"Die Geschichte", erzählt die Autorin, "ist bereits vor zwölf Jahren entstanden. Ich habe sie während eines Thailandurlaubes in meinem Tagebuch als Entwurf festgehalten."

Am Samstag wird das vollendete Werk mit bunten, ausdrucksstarken Illustrationen als Buch mit edlem, festem Einband vorliegen. Die Vorstellung soll ein Fest für alle Gäste werden. Um 19.30 Uhr beginnt der Vortrag. Die Besucher sollen eher kommen, damit noch Zeit zum Sektempfang bleibt. Im Anschluß an die Vorstellung ist das Publikum zum Umtrunk und zu einem kleinen Büfett eingeladen. Essen und alle Getränke sind im Eintrittspreis enthalten. Karten gibt es im Vorverkauf für 10 Euro bei der Galerie Anima in der Waldshuter Kaiserstraße, oder bei Anita Bartl, Telefon 07746/2484. Abendkasse 15 Euro.


 


Wutöschingen

Von Liebe und Menschlichkeit

Einen bunten Querschnitt aus ihrem Liedrepertoire bot Anita Bartl gemeinsam mit ihren beiden Mitmusikern Herbert Rudigier und Klaus Siebold bei einem Konzert in der Schwerzener Pfarrkirche.

 

Seit Jahren macht Anita Bartl, Liedermacherin aus Schwerzen, immer wieder mit Auftritten auf sich aufmerksam, singt ihre Lieder, die meist von Liebe und Menschlichkeit handeln, auf irgendwelchen Bühnen, auch hier in der Region.

Jetzt war sie erstmals in Schwerzen, ihrem Wohnort zu hören, in der katholischen Pfarrkirche, der "Heimatkirche" der gläubigen Sängerin. Anita Bartl hat in den Jahren öffentlicher Auftritte von bescheidenen Anfängen an kontiniuerlich an Bekanntheit gewonnen und dabei einen zunehmend größeren Zuhörerkreis gefunden - jedenfalls präsentierte sich die Schwerzener Pfarrkirche gut gefüllt.

Dabei spricht Anita Bartl mit ihren stets selbst komponierten Liedern sicherlich nicht unbedingt einen großen Zuhörerkreis an. Ihre Stücke, die oft von Liebe und Menschlichkeit, von Freiheit und Einandergeben handeln, sind nicht jedermanns Geschmack. Andere wiederum schätzen ihre Lieder, deren zwischenmenschliche Wärme und Hoffnung ausstrahlende Texte, musikalisch meist in bester Liedermachertradition mit Gitarrenbegleitung untermalt.

Wenn auch die Botschaft ihrer Texte im großen und ganzen ähnlich geblieben ist, so hat sich Anita Bartl doch auch in jüngster Zeit neuen musikalischen Einflüssen geöffnet, hat in Klaus Siebold und Herbert Rudigier neue Mitstreiter gefunden. Beide bringen mit ihren Instrumente neue interessante musikalische Ansätze mit ein. Klaus Siebold mit Saxophon, Bassklarinette, Piccoloflöte und Klarinette, Herbert Rudigier vor allem mit dem Didgeridoo, aber auch mit Indianer- und slowakischer Hirtenflöte.

Zu Anita Bartl meist ruhigen Liedern passen diese Instrumente hervorragend, zumal, wenn sie in der Regel sparsam und an richtiger Stelle eingesetzt, Songtexte um zusätzliche atmosphärische Farbtupfer bereichern, auch für eine gewisse Spannung auf das Kommende sorgen.

Ebenfalls mit Spannung dürften auch Fans der Musik von Anita Bartl auf die mittlerweile dritte CD der Liedermacherin "Ich lebe" warten. Diese wird derzeit gerade produziert und soll in Kürze in der Klosterschüer Ofteringen öffentlich vorgestellt werden.

Wie einige wenige neue Lieder in der Schwerzener Pfarrkirche zeigten, ist Anita Bartl weitegehend ihrem bisher gepflegten Stil treu geblieben, ungeachtet von Modeströmungen. Damit wird sie weiterhin ihren Fankreis finden. Gerd Scheuble

 

Mix alter und moderner Kultur

Macua verbindet Elemente alter Kulturen mit unserer Zivilisation zu einer Performance.


Macua - dieser Name steht nicht mehr länger nur für Musik der Indianer und Aborigines, sondern die Gruppe hat sich mittlerweile der World-Music verschrieben. Indem sie bewusst die Verbindung der Kultur der Naturvölker mit unserer Zivilisation sucht, will sie die Zuhörer mitnehmen in einen Bereich, der "tief in uns drin ist", wie es Herbert Rudigier in seiner Begrüßung ausdrückte.

Diesen Ansatz mag der Gruppengründer von Anfang an verfolgt haben. Mit der Erweiterung des Musikerstammes, der Verbreiterung des Repertoires und der dadurch anderen Akzentuierung wird dieses Ziel auch augen- und ohrenfällig. Die Mischung aus indianischen Elementen und nicht-indianischen ist bewusst gewählt. So war zum Beispiel die Kleidung der Bandmitglieder sehr ursprünglich, ihre Instrumente hatten aber keine genuine Verbindung zur Musik der Naturvölker. Hörbar wurde dies vielleicht am ehesten in der Zugabe, einem Blues, geprägt durch E-Gitarre und Saxophon, unterlegt mit dem Wolfsgeheul nachahmenden Didgeridoo und angereichert durch einen Ausdruckstanz von Katharina Schreiber.

Die Faszination alter Kulturen prägte schon immer die Musik von Macua. Das meditativ-innerliche Moment intensiviert sich nun dadurch, dass Tomawho, wie Rudigier sich nennt, die Texte, die er rezitiert, zum größten Teil in Lakota übertragen hat. Aber auch Stücke wie "Morgenstern", die er nach wie vor auf Deutsch vorträgt, erhalten durch Bläsersound, Schlagzeug und E-Gitarre sowie in diesem Fall durch die gleichzeitige gestische Darstellung des Vorgetragenen den Charakter einer umfassenden Performance.

Andererseits hat sich Rudigier deutlich zurückgenommen, seine Flöten und Didgeridoos sind eingebunden in die Gesamtheit der Instrumentierung. Zudem entlockt Klaus Siebold seinem Bass-Saxophon nahezu identische Laute wie Rudigier. Dem Synthesizer wird ein weitaus geringerer Bereich zugeordnet als früher, die Musik erscheint dadurch improvisatorischer, aktiver. Vor allem aber der Klang- und Facettenreichtum von Klaus Siebolds Spiel ist auch in altbekannten Stücken wie "Ich habe den Wolf sehr gern" eine enorme Bereicherung. Hier entstehen etwa aus dem Wolfsgeheul des Didgeridoos abgeleitete jazzige Saxophon-Zwischenspiele. Beim Lied des Drachen aus dem Märchen "Shalima" ersetzt Siebold das Saxophon durch die Querflöte und führt mit der ausdrucksvollen Singstimme von Anima alias Anita Bartl ein ausgesprochen apartes Zwiegespräch. Aber auch die E-Gitarre - Bernd Wallaschek sprang kurzfristig für dieses Konzert als Gitarrist ein - verstärkt die suggestive Kraft des Gefühls von Entgrenzung, das in dem Liebeslied "Aitanaeé" angelegt ist. Daneben indes bot das neue Programm von Macua auch die umgekehrte Form, nämlich die Verstärkung der Effekte unserer Musik durch die Besonderheiten der Musiksprache Rudigiers. Dies war in einigen Stücken zu hören, zum Beispiel in dem Rockstück "Say goodbye to the world", in dem neben Siebold und Wallaschek auch Schlagzeuger Paul Nentwing mehr als nur leises Rauschen und rhythmische Grundstrukturen in Szene setzte.s ist eine eindrucksvolle, faszinierende Mischung: Die regionale Band "Macua" schöpft einerseits aus dem musikalischen Erbe derer, die von den Eroberern ihrer Kontinente als "Wilde" abgetan wurden - andererseits wird sowohl instrumental als auch mit der menschlichen Stimme jene Musikalität integriert, die unseren Ohren geläufiger ist. Was "Macua" anbietet, ist in diesem Sinn ein nahezu perfekter Mix.

Anders als bei anderen Gruppen, die ihre Stücke mal in diesem, mal in jenem Musikstil zum Besten geben, zieht sich bei "Tomawho and Friends" dieser Mix durch jede Darbietung. "Musik aus Klangwelten der (nord- und süd-) amerikanischen und australischen Ureinwohner" nennen Tomawho (Herbert Rudigier, 46), "Blondie" (53, Erzieher von Beruf), Anita Bartl (46, Tanz-Sozialtherapeutin) und Paul Nentwig (26, Schreiner und Arbeitstherapeut) ihre Mischung. Da werden von Bandleader Tomawho Blasinstrumenten von wenigen Zentimetern bis über einem Meter Größe Töne entlockt, die in Kopf und Herz die Weiten der Prärie oder australischer Outbacks lebendig werden lassen, aber auch das unheimliche Dunkel südamerikanischer Urwälder. Bartls glockenhelle, feine Stimme verstärkt diese Eindrücke. Dann sind da noch Nentwig mit seinem nahezu "normal" ausgestatteten Schlagzeug, dem er laute und leise Töne gleichermaßen fließend und sicher entlockt. Die Spielfreude und Perfektion an der Gitarre des Seniors der Band, "Blondie", verleiht manchem Stück einen jazzigen und im besten Sinn modernen Touch.

Dass sich zum Konzert im Tiengener Ali-Theater nur etwa 40 Zuschauer einfanden, ist schade, beeinflusste die auf der Bühne Agierenden aber überhaupt nicht. Der Schlussapplaus - Sekunden nach dem Tiengener Stromausfall bei Notlicht - lohnte ihren ungeschmälerten Einsatz reichlich.

Sigrid Lägel



Gaiß-Waldkirch

Legendäre Musik und fantastische Besucherzahlen

Anita Bartl aus Schwerzen bei ihrem großartigen Auftritt beim Jahreskonzert des Musivereins Gaiß-Waldkirch in der Stadthalle Waldshut. Neben dem Titel "Ich gehör nur mir" aus dem Musical "Elisabeth" sang sie als Zugabe "You raise me up".

 

Gaiß-Waldkirch (tao) Zu einer Erfolgsgeschichte sind die Jahreskonzerte geworden, die der Musikverein Gaiß-Waldkirch seit 2002 in der Stadthalle Waldshut ausrichtet. Die ursprünglichen Sorgen des Vereins, das Stammpublikum aus den Bergdörfern könnte wegbleiben, gehören inzwischen der Vergangenheit an. Im Gegenteil: das Publikum lernte die Vorteile einer gepflegten Halle zu schätzen, so dass die Besucherzahlen von Jahr zu Jahr nach oben kletterten.

Am Samstag gab es mit fast 600 Gästen einen Besucherrekord, obwohl gleichzeitig auch in Tiengen, Waldshut und Dogern Konzerte stattfanden. Vater dieser spektakulären Erfolge ist in erster Linie Dirigent Markus Birkenberger, der alljährlich ein optimales Programm zusammenstellt, seine Musiker konsequent auf das Konzerte vorbereitet und immer wieder neue Maßstäbe setzt. Von Anfang an dabei war auch Pater Hermann-Josef Zoche, geistliches Oberhaupt der Pfarrei Waldkirch, der mit seiner brillanten und witzigen Rhetorik Akzente zu setzen versteht, für eine entspannte Konzertatmosphäre sorgt und damit auch den Musikern den Rücken stärkt.

Unter jenen Nachwuchsmusikern, die erstmals im Orchester mitspielten, stellte er Melanie Amann aus Birkingen und Max Fleck aus Waldshut vor. Wieder im Team war auch Schlagzeuger Stefan Wolber aus Oberalpfen. Als Gastspieler wirkte Johannes Effinger aus Waldshut an den Pauken mit.

Das Motto des Konzerts lautete "Fantasien und Legenden". Zu den Höhepunkten zählten "A Huntingdon Celebration" von P. Sparke, "Persis", eine Fantasie-Ouvertüre von J. L. Hosay, "Ivanhoe", die Legende vom schwarzen Ritter, eine Komposition mit heroischem Charakter von B. Appermont, "Lawrence of Arabia", die bekannte Filmmusik von A. Reed und "Lord of seven seas" von K. Flak, eine außergewöhnliche Komposition mit zahlreichen chromatischen Raffinessen, ein Titel, mit dem der Verein bereits im Mai dieses Jahres, beim Blasmusikfestival in Spanien, den ersten Platz belegte.

Den Titel "James Bond" nutzte der Pater für einen kurzweiligen Abstecher in die "hohe Kunst, einen James-Bond-Cocktail fachgerecht zu mixen". Seinen Höhepunkt erreichte das Konzert mit dem Song "Ich gehör nur mir" aus dem Musical "Elisabeth", vorgetragen von der großartigen Sopranistin Anita Bartl aus Schwerzen.

Anlässlich des Konzertabends wurden auch zwei Ehrungen vorgenommen, über die wir noch berichten werden.

13.04.2005 04:58



Immer wieder die Liebe

Anita Bartl (rechts) und Daniela Probst (begleitender Gesang) beim Benefizkonzert in Schwerzen.

Foto: Bauknecht

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Für Anita Bartl und die Bedürftigen, die mit ihr auf dem Jakobsweg wallfahren möchten, war das Benefizkonzert in der Pfarrkirche Schwerzen ein voller Erfolg. "Eines Menschen Weg" nannte sie das Repertoire des Abends, bei dem es um viel Menschliches, positiv wie negativ, Beziehungen und immer wieder um das Thema Liebe ging.

Ihre eigenen Lieder trug sie in dem gut besuchten, zweistündigen Konzert vor. Begleitet hat sie selbst ihren Gesang mit Gitarre, Tomowho (Herbert Rudigier) spielte Didgeridoo und Flöte. Begleitenden Gesang gab mit ihrer glockenreinen, hohen Stimme Daniela Probst aus Gsteig (Schweiz).

Im Anschluss an das Benefizkonzert gab es einen gemütlichen Abschlusshock im Gasthaus Adler in Schwerzen, wo sich alle Interessierten ausführlich über das Wallfahrt-Projekt "Camino" informieren konnten. (rb)

07.04.2005 05:20



Auf der Suche nach neuem Leben

Anita Bartl pilgert auf dem Jakobsweg mit Menschen, die Hilfe brauchen, um wieder in ein strukturiertes Leben zu kommen.

Foto: Bauknecht

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Auf dem Jokobsweg (Camino) ins neue Leben" ist ein Pilotprojekt, um Menschen mit den unterschiedlichsten sozialen Problemen zu helfen, einen neuen Anfang zu wagen. Die Leitung dieses Projekts hat Anita Bartl aus Schwerzen, die als selbständige Sozialtherapeutin jahrelange berufliche Erfahrung in der therapeutischen Begleitung von Menschen mit Lebensängsten, psychosomatischen Erkrankungen und Drogenproblemen hat. Sie begibt sich mit Menschen, die Probleme haben, zu Fuß auf eine Wallfahrt nach Santiago de Compostella.

Unterstützt wird sie unterwegs von Viola Kirchner, Sozialtherapeutin in Ausbildung, die das Projekt in ihrer Diplomarbeit dokumentieren wird. Abseits der Straße und des Alltags, nie schneller als die eigenen Füsse es erlauben, und mit nur dem Notwendigsten auf dem Rücken, werden die Teilnehmer zwangsläufig mit dem eigenen Selbst konfrontiert. "Während der vielen Tage des Gehens erlebt man alle Empfindungen, alle Krisen - die körperlichen wie die seelischen - in einer Intensität, wie selten sonst im Alltag. Die Wahrnehmung für sich und die Welt um einen herum verändert sich von Schritt zu Schritt, langsam aber nachhaltig", erzählt Anita Bartl.

Der Camino, auch Jakobsweg genannt, ist ein mittelalterlicher Pilgerweg auf den Spuren des Apostels Jakobus. Auf dem Camino zu pilgern bedeutet laut Bartl, auch: Seine Probleme aus einer gesunden Distanz zu betrachten, abseits von allem was uns ablenkt und benebelt. Sich selbst und seine Kraft wieder zu spüren. Aus einer dumpfen Lethargie heraus wieder "in die Gänge zu kommen. Sich nicht nur einzureden, dass "etwas gehen muss, sondern sich wirklich, konkret, auf den Weg zu machen.

Im Herbst begann die Gruppe ihren Weg in Saint-Jean-Pied-de-Port (Frankreich) über die Pyrenäen nach Spanien. Roncesvalles, Pamplona, Estrella, Los Arcos, Logrono, St. Domingo de la Calzada bis nach Belorado. Hier endete ihre erste Etappe. Am 29. April 2005 wollen sie sich nun für die zweite Etappe wieder auf den Weg machen. "Um das Projekt verwirklichen zu können sind wir auch auf Spenden angewiesen", sagt Anita Bartl. "So gut es möglich ist, tragen die Teilnehmer einen Teil der Kosten".

Rita Bauknecht

08.03.2005 04:57



Abheben mit Wolf und Adler

Anita Bartl und Michael Herbert Rudigier (hier mit einem "Didgeridoo") in der evangelischen Kirche von Laufenburg. Foto: Gottstein

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Der Adler ist für den Musiker Michael Herbert Rudigier ein Bild für innere Freiheit. Wie sich der Vogel in die Lüfte erhebt, so will er sich im Geiste von äußeren Zwängen frei machen und sich über die Widrigkeiten des Lebens erheben. Diese Erfahrung wollen er und seine Kollegin Anita Bartl ihren Konzertgästen vermitteln, so auch am Sonntag in der evangelischen Kirche von Laufenburg.

Ob der Adler in der indianischen Mythologie eine kodifizierte Bedeutung hat, ist dabei nicht so wichtig, denn es geht dem Duo nicht um eine historisch genaue Rekonstruktion der meist mündlich überlieferten Gesänge, sondern um eine subjektive Einfühlung in die Geisteswelt der Ureinwohner Australiens und Amerikas. Deren Kultur hat Michael Rudigier schon früh in ihren Bann geschlagen. Zur Zeit lässt er sich zum Schamanen ausbilden. Er tritt unter dem Künstlernamen "Tomawho" (weiser Adler) auf während Anita Bartl unter dem Pseudonym "Anima" (Seele) loslegt.

Die Religion dieser Naturvölker basiert auf der Idee der All-Einheit: Sie glauben, dass ihre Umwelt beseelt ist, und betrachten die Natur daher nicht als Verfügungsmasse für den Menschen, sondern nehmen ihr gegenüber eine andächtige Haltung ein. Das Prinzip des "l'art pour l'art" ist ihnen unbekannt, die Musik ist immer Teil der Meditation.

Michael Rudigier hat die meisten der auf Deutsch, Englisch und in der Lakota-Sprache gesungenen Lieder selbst komponiert. Die Rezitationen naturmystischer Gedichte - etwa über den Morgenstern oder den Wolf, "den besten Bruder unseres Volkes" - unterlegten die Musiker mit Vogelstimmen oder Naturgeräuschen, die sie per Sampler einspielen.

Uralt sind die Didgeridoos, die die australischen Aborigines schon vor 40000 Jahren aus Eukalyptusstämmen schnitzten. Oft kommt Anita Bartl auch ganz ohne Worte aus und lässt ihre Stimme, gleich einem Naturklang, einfach an- und abschwellen.

Die Besucher verfolgten die zweistündige Vorstellung höchst aufmerksam und nutzten ausgiebig die Möglichkeit, Fragen zu jener so fremden Kultur zu stellen.

Michael Gottstein

02.02.2005 04:59



Seele gerät ins Schwingen

In "Kultur im Treppenwinkel" im Kloster Riedern a.W. gastierten Liedermacherin Anita Bartl und Michael Rudigier.

Foto: Steinhart

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Die Seele baumeln, meditative Musik auf sich einwirken lassen und die Texte der Lieder bewusst aufnehmen konnte das Publikum beim Liederabend mit Anita Bartl in der Reihe "Kultur im Treppenwinkel" im Kloster Riedern am Wald.

"Eines Menschen Weg", so der Gedanke des Liederabends mit der Liedermacherin Anita Bartl. In ihren Liedern kommt ihre tiefe Liebe zu Menschen aber auch "Menschlichem" zum Ausdruck und Sehnsüchte wie beispielsweise in dem Song "Lass uns spielen wie Kinder". Lieder über ihr Leben erzählt sie offen aus ihrem Herzen und man durfte sich berühren lassen von ihrer ehrlichen Aufrichtigkeit. "Es nicht einfach, einfach so zu lieben", ein Titel immer wiederkehrender Liebe zu den Menschen.

Die Liebe gründet sich für Anita Bartl auch aus ihrem starken Glauben an Gott und die Liebe Gottes, was im Song "Ich danke dir dafür" zum Ausdruck kommt. Ihre Stimme und die Melodien ihrer Lieder beruhigten, drückten Wünsche und Sehnsüchte aus, Sehnsucht nach Liebe und Freiheit. Zu diesen Liedern im Einklang aber auch als Ergänzung Instrumentales: Michael Rudigier entlockte dem Musikinstrument der australischen Ureinwohner, dem Didgereedoo, eine Vielzahl an Tönen. Märchenhaftes in "Kannst du mich befreien", die Geschichte eine kleinen Drachens. Die Augen schließen und hören, sich wegdenken und eintauchen in eine andere Welt konnte man als Anita Bartls Gitarre und das Digereedoo ihres Partners das "Lied der Wale" anstimmten.

Der Liederabend mit Anita Bartl wurde zu einem Abend, "der die Seele zum Schwingen brachte", so Initiator der Kultur im Treppenwinkel Pfarrer Thomas Fritz, der den beiden Künstlern dankte und nach langanhaltendem Beifall kamen die beiden nicht um eine Zugabe herum. Werner Steinhart

25.08.2004 04:56



Wutöschingen/Eggingen

Erzieherin wird zur Spielkameradin

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Wutöschingen/Eggingen (rb) Als Sängerin und Liedermacherin ist Anita Bartl aus Schwerzen in der Region und weit darüber hinaus bekannt. Mit ihren eigenen Liedern die das Herz ansprechen, verarbeitet sie Geschichten und Situationen aus dem Leben. Außerdem ist sie Sängerin und Gitarristin bei "Macqua", einer Band, die Musik von Naturvölkern spielt.

Ihrer Hauptbeschäftigung geht Anita Bartl allerdings in vielen Kindergärten, Schulen, Heimen und auch in Familien nach, wo sie Hilfestellung bei der sozialen Integration gibt. Bei einem Termin im Egginger Kindergarten steht sie unserer Zeitung Rede und Antwort und erklärt, was und wie sie hier arbeitet.

"Meistens geht es darum, dass ich zunächst eine Brücke zwischen der Kindergartengruppe und einem einzelnen Kind bin", erklärt die 44-jährige Tanz-Sozialtherapeutin. Kinder, die damit Probleme haben Konflikte zu lösen, sich mitteilen zu können, Grenzen zu achten, wenig Selbstwertgefühl haben oder sich nicht in der Gruppe einordnen können, brauchen Hilfe, um mit anderen Menschen zurecht zu kommen.

Anita Bartl erklärt dies in einem kurzen Beispiel: "Ein Mädchen hatte derart sprachliche Probleme, dass es von seinen Kameraden kaum verstanden wurde. Eine Therapie bei einer Logopädin brachte gute Erfolge und es wäre für die Kinder aus der Gruppe einfach gewesen, das Mädchen nun zu verstehen. Leider hatte es aber nach all den misslungenen Versuchen der Kontaktaufnahme überhaupt keinen Mut mehr, sich sprachlich gegenüber Gleichaltrigen zu äußern. Das kann auch für ein Vierjähriges sehr deprimierent sein. Bei solch einer verfahrenen Situation werde ich zur Brücke und stelle den Kontakt zur Gruppe her, mache Mut und nehme Ängste. Das alles läuft so ab, dass ich nicht als Erzieherin für die Kinder da bin, sondern wie ein Spielkamerad auf sie wirke."

Diese Hilfe zur sozialen Integration, die auch in der Schule und für die Familie angeboten wird, kann nicht von Erziehern oder Lehrern angefordert werden. Es sind die Eltern, die sich um Hilfe kümmern müssen, wenn ein Kind verhaltensauffällig wird.

"Meine Arbeit und meine Musik haben die selben Wurzeln und Ziele", sagt die Sängerin, die im Frühjahr bereits ihre dritte CD vorgestellt hat. "Menschen berühren dürfen, egal ob mit meiner Musik oder mit meiner Arbeit, empfinde ich als großes Geschenk. Es ist egal wieviel Erfolg, Prestige oder Macht ein Mensch hat, erst durch unsere gesunden zwischenmenschlichen Beziehungen wird ein Mensch glücklich und heil."

Wer mehr über die Arbeit von Anita Bartl erfahren möchte, findet Infos unter: info@bewegtesheilen.de

Zu diesem Thema:

28.06.2004 05:11



Wutöschingen

"ich lebe . . ."

Die Schwerzener Liedermacherin bei der Vorstellung ihrer mittlerweile dritten CD "ich lebe...". Bild: Scheuble

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Entweder man mag ihre Musik, oder findet von vornherein keinen Zugang zu ihren Liedern und Texten: Wie wohl bei keiner anderen Sängerin aus der Region gehen die Meinungen über die Liedermacherin Anita Bartl aus Schwerzen weit auseinander. Die neu erschienene, dritte CD mit dem Titel "ich lebe..." wurde jetzt in der Klosterschüer Ofteringen vorgestellt, einige Lieder der neuen CD waren bereits kürzlich bei einem Auftritt von Anita Bartl in der Schwerzener Pfarrkirche zu hören.

Auch bei ihrer dritten CD-Einspielung ist Anita Bartl ihrem bisher gepflegten Stil treu geblieben, auf die Gefahr hin, dass sie den wirklich großen Zuhörerkreis wohl kaum finden wird. In ihren selbst komponierten Liedern ist viel von Liebe und Menschlichkeit, von Vertrauen, Zuspruch zum Muthaben und starkem Glauben an Gott die Rede - mit diesem musikalischen Konzept ist Anita Bartl bereits auf zahlreichen Bühnen auch in der Region aufgetreten. Von ihrem ersten öffentlichen Auftritt vor rund sieben Jahren ist seither ihr Fankreis von Konzert zu Konzert langsam, aber stetig größer geworden - gute 60 Zuhörer mögen es bei der CD-Vorstellung in der Klosterschüer Ofteringen gewesen sein.

In bester Liedermachertradition baut auch ein Großteil der neu publizierten Lieder auf Gesang mit Gitarrenbegleitung, andererseits hat sich Anita Bartl auch anderen musikalischen Einflüssen gegenüber geöffnet, hat vor allem in Klaus Siebold (Saxophon, Klarniette und Flöte) einen einfühlsamen musikalischen Mitstreiter gefunden. Hinzu kommt Herbert Rudigier, der mit dem urzeitlichen Didgeridoo-Blasinstrument zumindest stellenweise bei dem Auftritt in der Klosterschüer spezielle atmosphärische Farbtupfer, die hervorragend zu Anita Bartls meist ruhigen Liedern passen, einbrachte. Neu ist, dass die Liedermacherin auf ihrer neuen CD, wenngleich nur selten, auch englisch-sprachige Texte einsetzt.

Wie Anita Bartl in ihrem Begleitheft zur neuen CD schreibt, sei sie nach schönen Erfolgen als Musikmacherin ein bisschen starr geworden, hätten Zweifel in ihr genagt. Aber immer wieder hätte sie einen "Schubs" bekommen, weiter zu machen.

Also habe sie es gewagt, wieder auf Tour zu gehen. In der Folge entstand ihre dritte CD "ich lebe..." oder, wie es in ihrem CD-Begleitheft heißt: "... denn ich liebe mein Leben - genauso wie es ist."

Kontaktadresse: Anita Bartl, Küssaburgstraße 5, 79793 Schwerzen, 07746-2484, www.anita-in-concert.de. Gerd Scheuble

25.03.2004 06:19



 

 

CD Anita
"Ich lebe",
2004, 15,00 Euro

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CD-Titel:
„Ich lebe"
„Eiszeit"
„Erinnerungen"
„Lass uns spielen wie Kinder"
„Dann muss das wohl wahr sein"
„Lied des Drachen"
„Gestatten? Verwirrer!"
„Es werde Licht"
„Jesus"
„Komm nach Haus"
„Ich denke?"
„Without you"
„Das Wunder des Lebens"
„Mit dir will ich leben"
„Oh Lord"
© 2009 - 2010 Anita Althaus